gJE: Doppelspieltag in der Regionsoberliga

Durch die Verkettung unglückliche Umstände und etwas fehlerhafter Kommunikation, stand für unsere HSG II am vergangenen Wochenende ein Doppelspieltag auf dem Programm. Zunächst ging es am Samstag nach Erfurt, wo neben dem Gastgeber Wölfe II auch die Vertretungen aus Goldbach/Hochheim und dem SV Hermsdorf auf uns warteten. Am Sonntag zog der Tross dann weiter nach Breitungen, um die Partien gegen die HSG Ilm-Kreis I, den Nordhäuser SV und dem Nachwuchs vom ThSV aus Eisenach zu bestreiten. Trotz der bevorstehenden Anstrengung hieß die Devise volle Kraft voraus und möglichst viele Punkte sammeln.

Los ging es mit der ersten Partie am Samstag gegen den SV BW Goldbach/Hochheim. Die jeweiligen Führungen durch Tim, Edwin und Emil konnte der SV im direkten Gegenzug noch ausgleichen. So stand es nach den ersten drei Minuten 3:3, ehe die üblichen Verdächtigen einen Gang höher schalteten und mit einem 7:0 Lauf den SV zu einer Auszeit bewegten. Das änderte in unserem Spielfluss jedoch wenig und so ging es mit Vollgas weiter Richtung gegnerischem Tor. Milan und Phil beteiligten sich nun auch beim Tore werfen und hinten wurde konsequent alles wegverteidigt. Mit einer deutlichen 17:5 Führung ging es in die Pause. In Anbetracht der zu erwartenden Belastung wurde das Tempo in der zweiten Halbzeit dann wesentlich zurückgefahren. In der Defensive agierten wir weiterhin konzentriert. Etwas zu enthusiastisch kassierte Malte bei seiner geplanten Einwechslung noch eine 2-Minuten Strafe, weil er etwas zu früh die Platte betreten hatte. Nach 20 Minuten und einem 21:8 waren die ersten 2 Punkte des Wochenendes eingefahren.

Nach einer kurzen Verschnaufpause wartete dann das Rudel der Wölfe II auf uns. Das Spiel startete mit einer seltenen Kuriosität: statt mit 6 standen wir mit 7 Kindern auf der Platte. Der Schiedsrichter hatte erst nach Anpfiff durchgezählt und den Fehler bemerkt. Die Konsequenz: 2 Minuten. Malte also erstmal wieder mit einer Pause. Das Team fand derweil seiner Aggressivität im Angriff wieder und zwang die Wölfe recht schnell in der 3. Minute und beim Stand von 5:1 zu einer Auszeit. Diese änderte wenig an unserer Dynamik in der offensiven Verteidigung und somit konnten wir aus schnellen Balleroberungen und noch schnellerem Umschaltspiel Tor um Tor erzielen. Mit dem Buzzer zur Pause wurde ein Halbzeitstand von 12:4 eingeloggt. Die zweite Halbzeit startete regulär mit sechs Spielern und Malte durfte jetzt auch mal ran. Wie auch schon im ersten Spiel, ging es weiter munter nach vorne. Mit seinem ersten Tor heute wurde Malte nun auch mal positiv auf dem Spielberichtsbogen vermerkt und auch Odin erzielte seinen ersten Treffer. Edwin, in diesem Spiel eher Vorbereiter als Schütze, setzte dann den Schlusspunkt zum 22:7 und die nächsten 2 Punkte waren sicher.

Im letzten Spiel ging es dann gegen die Vertretung vom HSV aus Hermsdorf und der Start gestaltete sich wieder äußerst rasant. Schon nach knapp zwei gespielten Minuten wurde es dem Hermsdorfer Trainer beim Stand von 1:3 zu bunt und er bat seine Mannschaft zur Auszeit. Nach dieser frühen Verschnaufpause ging es ergebnistechnisch für uns positiv weiter, allerdings bemerkte Coach Steffen eine Änderung im Spielfluss des Teams: trotz weiterhin guten Balleroberung wurde vieles im Umschalten entweder zu kompliziert oder zu unsauber gespielt. Das war zu viel Gewusel und irgendwie nicht schön mit anzusehen. Also erstmal TTO, das erste heute, und nachjustieren. Eine Nachjustierung hatte Edwin dann nach seinem verworfenen Penalty ebenfalls nötig, nachdem der Ball gegen den Pfosten klatschte. Das nächste Ding aus dem Spiel heraus saß dann wieder. Der korrekte Pausenstand kann leider nicht bestimmt werden. Das Kampgericht kam nicht ganz hinterher und so ist von einer 10:4 bis zu einem 15:5 alles möglich. Aber was sind schon Zahlen. Entscheidend ist auf der Platte. Und da ging es dann in die letzten 10 Minuten des Tages. Diese gestalteten sich etwas ruppiger und viele verletzungsbedingten Unterbrechungen störten den Spielfluss. Den letzten Treffer des Tages erzielte Milan zum Endstand von 21:8. Somit gehen auch die letzten 2 Punkte nach Ilmenau.

Mit 6:0 Punkten und 67:24 Toren wurde das Gesamtziel des Tages erreicht. Nun galt es sich schnell zu regenerieren, denn am Folgetag warten schon die nächsten drei Gegner und mit Nordhausen auch ein Toppduell.

Nach nicht mal 24 Stunden ging es dann also am Sonntag bei frühlinghaftem Wetter Tiefer in den Thüringer Wald nach Breitungen. Personaltechnisch gab es leichte Änderungen: Emily und Mila konnten leider nicht mitwirken. Dafür kam Unterstützung aus der F-Jugend in Person von Nils und Justus dazu. Beide absolvierten am Vortag noch ein größeres F-Turnier, reihten sich also vom Fitnesslevel bei den Großen mit ein. Im ersten Spiel trafen wir auf unsere Erstvertretung und schnell stellte sich heraus, dass allen Kindern der Vortag noch in den Knochen und im Kopf saß. Das Spielgeschehen gestaltete sich etwas träge in der Vorwärtsbewegung und die fittere HSG I erzielte den ersten Treffer der Partie. Nachdem Edwin, Malte und Emil den frühen Rückstand in eine 2-Tore-Führung umwandelten, konnte man annehmen, dass sich die Truppe gefangen und ihren Rhythmus gefunden hat. Doch diesen fand zunehmend unserer Gegner und schnell wurde klar, dass wir hier nicht mit halber Kraft agieren können. Nach und nach fanden wir besser in die Partie und nach einem 3-Tore-Lauf ging es mit einer 7:5 Führung in die Pause. Nach dieser agierte die HSG I in einer 6:0 Deckung, was uns ein ruhiges Aufbauspiel ermöglichte und half, Kräfte zu schonen. In der Defensive agierten wir jetzt wieder wesentlich konzentrierter und kassierten lediglich zwei weitere Tore. Im Angriff hat sich irgendwo immer einer Lücke aufgetan, die Emil, Edwin und Malte zu wissen nutzten. Am Ende wurden mit dem 14:7 Sieg die Punkte 13 und 14 in der Rückrunde klargemacht.

Im zweiten Spiel des Tages ging es gegen unsere alten Bekannten aus Nordhausen und die Partie startete mit zwei schnellen Toren von Emil äußerst vielversprechend. Danach entwickelte sich ein recht ausgeglichener Schlagabtausch. Gruselige Abspielfehler luden den NSV jedoch viel zu leicht zum Tore werfen ein und so ging es mit einem 4 Tore Rückstand in Pause. Zu Beginn der zweiten Halbzeit agierten wir dann wieder etwas konzentrierter, aber so langsam wurden die Beine schwerer und wir sind zunehmend nicht mehr gut in die Zweikämpfe gekommen. Der große Bruch folgte dann, als neben Tim auch noch Edwin vollkommen entkräftet die Platte verlassen musste. Mit Emil musste dann kurz darauf ein weiterer Schlüsselspieler ausgewechselt werden und somit nahm die Tragödie dann leider ihren Lauf. Mit wenig Gegenwehr und ohne offensive Entlastung spulte der NSV sein Programm ab. 11:23 hieß es nach 20 Minuten. Ouch.

Nun galt es sich für das letzte Spiel gegen Eisenach noch mal aufzuraffen und alle noch vorhandenen Kräfte für das letzte Spiel des Wochenendes zu bündeln. Und es gelang. Das 27:18 war das Torreichste Spiel des Tages. Ganz nach der Devise „egal wie“ entwickelte sich ein klassisches run-and-gun Spiel, in dem Abwehr eher in der Theorie als in der Praxis behandelt wurde. Echt Wahnsinn, welche Power wir noch mal entwickeln konnten und mit seinen 11 Toren war Emil maßgeblich am erfolgreichen Abschluss des Spieltages beteiligt. Auch sind unsere zwei Torhüter Micha und Eric besonders hervorzuheben, die immer, wenn es knapp wurde mit starken Paraden die Würfe des ThSV entschärfen konnten. Unterm Strich wieder zwei Punkte.

Dann war es das aber endgültig an diesem Wochenende: 6 Partien, 10:2 Punkte und der temporäre Gruß von Tabellenplatz 1. Handballherz, was willst du mehr?! Jetzt ist erstmal Schonung angesagt. Immerhin haben wir drei Wochen Zeit, um uns auf das nächste Highlight am 21.3. vorzubereiten. Dann begrüßen wir mit Oberdorla (Sieger der Mini-WM und Meisterschaftsfavorit), Jena I und Jena II drei ambitionierte Gegner aus der oberen Tabellenregion in heimischen Ilm-Sporthalle.

(SK)