Am 5. und letzten Spieltag in der Regionsoberliga führte der Weg in die Wolfsgrube nach Suhl. Dort erwartete uns neben dem Gastgeber aus Suhl noch die Vertretung aus Altenburg und vom Thüringer HC. Nachdem alle anderen Mannschaften am Vortag schon ihre letzten Spiele absolviert hatten, war die Ausgangslage klar: zum Erreichen des Final Four musste ein Sieg aus den 3 Spielen her. Gemessen an den bisherigen Leistungen ein realistisches Ziel. Kurz zum Personal: Malte und Phil haben sich unter der Woche leider krankgemeldet, der Rest war mit an Bord.

Auf gings im ersten Spiel gleich gegen den Gastgeber aus Suhl. Tabellarisch der vermeintlich stärkste Gegner heute. Viel Zeit zum Wachwerden blieb nicht, denn Tim und Edwin stellten schon in der 1. Minute schnell auf 2:0. Aber auch der Gastgeber brauchte nicht lange zum warm werden und konnte schnell ausgleichen. Tim und Edwin versuchten das Tempo weiter hochzuhalten und durch schnelle Balleroberungen und schnelles Umschaltspiel Zählbares auf die Anzeigetafel zu bringen. Nach gut 7 Minuten konnten wir uns erstmals einen 3-Tore-Vorsprung erspielen. Dann folgte jedoch ein leichter Bruch in unserer Offensive und Suhl nutze unsere Lücken in der Abwehr gekonnt aus und erzielte gut eine Minute vor der Halbzeit den Ausgleich zum 9:9. Mit einem gezielt verwandelten Penalty kurz vor der Pause sicherte Edwin uns die knappe Führung zur Halbzeit. Nach dieser sorgte ein schneller Ballverlust für den erneuten Ausgleich durch Suhl und es entwickelte sich das befürchtete offene Spiel. Zwar konnten wir noch einmal auf +2 stellen und ein vergebener Penalty schien das Momentum weiter in unsere Richtung zu treiben, aber in der Offensive war viel Sand im Getriebe, ähnlich wie schon zur zweiten Halbzeit am Spieltag zuvor gegen Jena II. Die eroberten Bälle wurden oftmals viel zu einfach hergeschenkt. Statt das Spiel in die Breite zu ziehen und die vorhandenen Lücken in der Suhler Abwehr auszunutzen, versuchten wir uns auf einem Bierdeckel durchzuspielen. Zudem fehlte uns zunehmend die letzte Galligkeit im Abschluss. So war es bezeichnend, dass Suhl nach eigener Auszeit mit eben dieser Galligkeit zwei Minuten vor Schluss durch den sehr umtriebigen Noah Triebel erst den Ausgleich und durch den starken Moritz Zschunke die Führung erzielte. Im Gegenzug knallte Edwin den Ball leider nur an den Pfosten. Zwei weitere Tore der Suhler in den letzten 40 Sekunden besiegelten dann die überraschende, aber nicht unverdiente Niederlage. Unabhängig von der durchgehenden Geräuschkulisse in der Halle und deren potenziellen Einfluss auf die Spielteilnehmer gelang es uns bedauerlicherweise nicht, unsere Leistung und Fähigkeiten über die gesamte Spielzeit hinweg konstant abzurufen.

Nach einer etwas längeren Pause ging es in der zweiten Partie des Tages gegen die Mannschaft aus Altenburg. Für Mila rutschte Odin an den Kreis, Nils begann für Emily auf Rechtsaußen und Justus für Milan auf Linksaußen. Diesmal begannen wir äußerst konzentriert und zielstrebig. Es brauchte gerade mal eine Minute und schon leuchtete eine 3-Tore-Führung auf der Anzeigetafel. Ganz so rasant weiter ging es dann nicht, aber der 7:0-Lauf wurde erst nach 5 Minuten durch den ersten Treffer der Altenburger gestoppt. Das änderte zunächst wenig am Spielverlauf. In der Abwehr agierten wir sehr griffig und aufmerksam. Ballgewinne wurden schnell nach vorne getragen und das Spiel insgesamt erreichte wesentlich mehr Breite als noch zuvor gegen Suhl. Zur Pause erspielten wir uns eine 13:7 Führung. Starkes Ding. Nach der Pause agierte die JSG dann in einer 6:0 Deckung um unserem Tempospiel wohl etwas den Zahn zu ziehen. Bestes Mittel dagegen: erstmal ein Tor. Danke Tim. Aus der kompakteren Deckung heraus zogen die Altenburger jedoch ein etwas besseres Aufbauspiel auf und durch schöne Einlaufbewegungen und Kreuzungen erreichten sie eine gute Tiefe gegen unsere offensive Manndeckung und erzielten drei schöne Tore. Eric im Tor bekam in dieser Phase leider zu wenig Unterstützung durch seine Vorderleute und war in den 1:1 Situationen machtlos. Bei Stand von 16:11 (14.) gingen wir erstmal in die Auszeit. Nach dieser entwickelte sich das Spiel wieder zu einer Vollgasveranstaltung. In der Defensive hatten wir die Einläufer endlich im Griff und auch Eric bekam nun endlich wieder die Hände an den Ball und konnte einige frei Würfe entschärfen oder vorbeigucken. Die JSG agierte weiter in der 6:0 Deckung, was aber auch bedeutete, dass die Wege Angriff-Abwehr sehr lang waren und die Formation bei unseren schnellen Umschaltspiel häufig nicht rechtzeitig eingenommen werden konnte. Die so entstandenen Lücken nutzten wir konsequent und in der vollen Breite für weitere 9 Tore aus. Äußerst Bemerkenswert: mit Mila, Milan, Edwin, Tim, Emil und Odin trafen alle 6 Feldspieler in den letzten 6 Minuten mindestens ein mal. Das Tor des Tages erzielte Edwin Sekunden vor Schluss. Nach einem schnellen Abwurf vor Eric feuerte er die Kugel aus knapp 30m einmal quer durch die Wolfsgrube und obwohl der Torwart in der richtigen Ecke war, schlug der Ball ins Kreuz ein. Deckel drauf. Endergebnis: 25:12 und die ersehnten zwei Punkte für die Teilnahme am Final Four.
Im letzten Spiel des Tages und der Hauptrunde ging es gegen die Mädels vom Thüringer HC (LSZ II). Die neu aufgestellte Mannschaft von Nico Geyersbach erzielte bereits nach 9 Sekunden das erste Tor gegen uns, konnte aber nur bis zum 2:2 mithalten. Dann ging es die Einbahnstraße runter: Ballgewinn Tim, schnelles Umschalten, Pass auf Emil, Edwin oder Nils und klingelingeling. 19:5 zur Halbzeit. Zeit, für Veränderungen: lediglich Tim blieb nach der Unterbrechung auf der Platte. Justus feierte nun sein Debüt am Kreis, Mila und Emily agierten auf den Halbpositionen und außen spulten Nils und Milan noch ein paar Meter ab. Die großen Jungs hatten erstmal Pause. In der neuen Ordnung hatte der ein oder andere Spieler noch mit Orientierungsproblemen zu kämpfen. Dem THC war das egal und zeigte mit einem 5:0-Lauf, dass schon wieder mächtig Potential in der Mannschaft steckt. Nach vorne fehlte uns zunehmend die Entlastung und es zeigte sich dann auch bei uns noch die ein oder andere Unerfahrenheit. Alles nicht weiter schlimm. Justus erzielte dann immerhin noch sein erstes Tor heute und fand einen versöhnlichen Abschluss, nachdem er in Halbzeit eins noch einen Penalty verworfen hat. Am Ende steht ein verdienter 22:13 Sieg im Spielberichtsbogen.
Und somit endet der Spielbetrieb in der Regionsoberliga. Nach 15 Spielen haben wir einen fantastischen dritten Platz erzielt und uns für das Final Four qualifiziert. Spielerisch haben wir einen weiteren Schritt nach vorne gemacht und konnten uns auch gegen sehr starke Gegner behaupten. Manchmal kommt es vor, dass ein Gegner überlegen ist – das gehört eben dazu. Entscheidend ist, dass man auch beim nächsten Spiel mit neuer Motivation antritt und alles gibt. Im Großen und Ganzen hat das super funktioniert. Die Stimmung in der Mannschaft könnte besser nicht sein und jeder weiß um seine Aufgabe und versucht immer alles reinzuhauen. Mit den meisten erzielten Toren in der Liga und Edwin auf Platz eins sowie Emil auf Platz drei der Torschützenliste wird klar, dass sich die Mannschaft den Finaleinzug durch harte Arbeit und Leistung verdient hat. Nun freuen wir uns auf alles, was noch kommt und auf einen spannenden Abschluss der Saison 2025/26.
Vielen Dank an die Fahrdienste und die Unterstützung in der Halle und an den Gastgeber HSG für die großartige Versorgung. (SK)








