Hands up for more – Mini WM Hauptrunde in Dansk (Behringen) 

Präsentation der Mannschaften: Ungarn, Island, Schweden und Dänemark
HSG Island (noch in grün): Micha, Toni, Miriam, Vincent (9), Tim (4), Emily, Edwin (15), Justus, Hugo (10), Annalena, Phil (3), Emil (13), Eric

“Hands up for more” – unter diesem Motto startete am 26.11.2025 die Frauenhandball Weltmeisterschaft in Deutschland und den Niederlanden. Zu diesem handballerischen Großereignis finden deutschlandweit viele Mini WM Turniere statt und auch der THV richtet solch ein Turnier aus. Nachdem wir mit der zusammengelegten E1 und E2 die Vorrunde in Ilmenau erfolgreich gestalten konnten, trafen wir als Ísland in der Hauptrunde in Behringen/Sonneborn auf Ungarn (Wölfe Erfurt II), Schweden (Nordhäuser VS) und den Gastgeber Dänemark (SV T&C Behringen-Sonneborn). Anders als noch in der Vorrunde, wurde der Spielmodus leicht geändert. So ging es in 2×13 Minuten pro Spiel jeder gegen jeden. Platz eins und zwei qualifizierten sich für die Finalrunde in Bad Langensalza. Für Platz drei und vier blieben nur Gummibärchen. Zur Personalsituation: neben Gústavsson, Hallgrímsson, Ellísson, Þorkelsson, Pálmarsson, Jónsson, Gunnarsson, Kristjánsson, Þrastarsson, Smárasson, Einarsson, Ríkharðsson, Guðjónsson, Arnasson, Ólafsson, Viðarsson und Gíslason mussten wir zudem auch auf Friedrich und Mila verzichten. Die Mannschaft stellte sich also schon nahezu von selbst auf. Mit Justus haben wir zudem noch einen Spieler aus der F-Jugend nachnominiert, welcher auf Stand-by mit in der Halle war. Nach einer kurzen Eröffnung und dem gemeinsamen Einlaufen der Mannschaften starteten wir auch gleich gegen den Gastgeber aus Dänemark. Mit Micha im Tor, Emil, Edwin, Tim, Phil, Annalena und Vincent starteten wir in die ersten Minuten, die sich erstmal recht schwierig gestalteten. Dänemark ging mit 2:0 in Führung und wir agierten noch etwas fahrig im Aufbau. Zudem scheiterte Edwin zweimal aus aussichtsreicher Position am Torwart. Mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 (3.) hatte er dann seinen Fokus wiedergefunden und so langsam kam auch der Rest der Truppe ins Spiel. Emil und Edwin stellten nach knapp vier Minuten das erste Mal zur 3:2 Führung ein, welche Dänemark nochmals ausgleichen konnte. Danach ging es aber nur in eine Richtung: nach Dänemark bzw. gegen. In der Abwehr zwangen wir durch konsequentes Verteidigen und frühes Stören den Gegner vermehrt zu Fehlern, welche wir dann gut in etwas Zählbares verwandeln konnten. Bis zur Pause schafften wir so weitere sechs Tore durch Vincent, Emil, Phil und Edwin, während Dänemark kein weiterer Treffer gelang. Was in der Abwehr gut funktionierte, übertrug sich aber nicht gänzlich auf die Offensive. Insgesamt täuscht die 9:3 Pausenführung über die nervöse Anfangsphase hinweg, welche im Grunde genommen die ganze erste Halbzeit andauerte. Viele technische Fehler beim Fangen und Werfen verhinderten eine höhere Torausbeute und somit entstand kein schöner Spielfluss und wir kamen nicht in das gewohnte Rollen und zu dem Selbstverständnis, welches wir uns in der bisherigen Saison erarbeitet haben. Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurden mit Emily, Hugo und Toni frische Kräfte eingewechselt. Zudem feierte Eric sein WM-Debüt und wechselte rotationsmäßig ins Tor für Micha. Auf der Anzeigetafel notierten Edwin und Emil zunächst weitere zwei Treffer für uns, ehe Dänemark ebenfalls wieder einen Treffer erzielen konnte. Insgesamt lief es vorne jetzt etwas flüssiger: nach vier weiteren Toren für uns und den letzten beiden Toren für Dänemark, folgte beim Stand von 15:5 und nach einer genommenen Auszeit Einbahnstraßenhandball Richtung Dänemark. Mit einem 6:0-Lauf spielten wir das Ding souverän zu Ende. Endstand 21:6 und die ersten zwei gewonnenen Punkte in der Hauptrunde. 

Tim erobert den Ball und ab geht die wilde Fahrt (vs Dänemark)
Phil tankt sich durch (vs. Dänemark)

Nach zwei Spielen Pause warteten dann die ungarischen Wölfe auf uns. Da uns nach Ende dieses Spiels gleich Schweden erwartete, musste wir Kräftemanagement betreiben. Eric blieb weiterhin im Tor und mit Emil, Edwin, Tim, Phil und Vincent starteten wir nahezu mit der identischen ersten Sechs wie in Spiel eins. Nur Micha fand sich jetzt auf der linken Außenbahn wieder, um auf seine 10.000 Schritte zu kommen. Ziel war es, ein gutes Halbzeitergebnis zu erlangen und in der zweiten Halbzeit dann die Belastung ausgewogen zu steuern. Dazu wurde noch Justus im Spielprotokoll nachgetragen. Abteilung Attacke in Person von Emil, Tim und Vincent legte dann auch ordentlich los und so sah sich Ungarn schon nach gut vier Minuten und beim Stand von 6:2 aus unserer Sicht zur Auszeit gezwungen. Diese hatte leider Auswirkung auf unser Spiel, da die Ungarn nach dem Timeout konzentrierter agierten und wir ein wenig die Spielkontrolle verloren hatten. Nach etwas mehr als neun gespielten Minuten waren die Ungarn bei -3 noch zu sehr in Schlagdistanz, um für Entspannung auf der Trainerbank zu sorgen. Aber dann berappelte sich das Team wieder und enteilte bis zur Pause auf 12:5 und ließ in den letzten vier Minuten keinen Treffer der Ungarn mehr zu. Somit konnte also kräftig rotiert werden. Vincent, Phil und Tim wurden durch Annalena, Hugo und Miri ersetzt. Zudem wechselte Edwin vom Kreis in den Aufbau und sollte von nun an das Tempo noch mehr kontrollieren. Micha blieb erstmal dabei und wurde im späteren Verlauf der Halbzeit durch Justus ersetzt. Die Umstellungen änderten wenig am Spielverlauf. Zwar war das Spieltempo nicht mehr so hoch, aber in der Defensive wussten wir weiterhin zu überzeugen und ließen auch Dank Eric in Halbzeit zwei lediglich fünf Tore der Ungarn zu. Aus einem sehr kontrollierten Aufbau gelangen uns im Gegenzug elf Tore, wobei das Dreieck Hugo-Edwin-Emil zu überzeugen wusste und gute Lösungen gegen die Ungarn fand. Mit diesem 22:10 Sieg, weiteren zwei Punkten und den Siegen der Schweden gegen die Ungarn als auch gegen die Dänen war die Finalteilnahme somit gesichert.

Hands up for more – auf geht es gegen Ungarn
Emil findet die Lücke in der Abwehr (vs. Ungarn)
Starker Rückhalt im Tor: Eric vs. Ungarn

In unserem letzten Gruppenspiel gegen die Schweden ging es somit um den heutigen Gruppensieg und um den vermeintlich leichteren Gegner in der Finalrunde. Mit halbwegs frischen Kräften ging es dann also in das heutige Topspiel. Micha fand sich nun wieder im Tor wieder und mit Tim, Phil, Vincent, Emily und Emil starteten unsere ausgeruhten Spieler. Vervollständigt wurde die erste sechs von Hugo. Die schnelle Führung der Schweden konnte Hugo mit zwei Toren in unsere Führung umwandeln, welche wiederum postwendend durch die Schweden egalisiert wurde. Die nächsten Minuten wurden etwas ruhiger und auf beiden Seiten schlichen sich viele kleine technische Fehler ein. Für uns noch bekannt aus dem ersten Spiel, bei den Schweden aber eher ungewohnt. Nach gut sechs Minuten, drei Minuten ohne Tore auf beiden Seiten, schaltete die Anzeige dann vom Sleep-Modus wieder in den Live-Modus und die Schweden legten mit einem drei-Tore-Lauf vor. Emil und Edwin sorgten dafür, dass der Abstand nicht größer wurde. Dabei gelang Edwin ein sehenswerter Heber gegen Klemenzson im Tor der Schweden. Leider behielt dieser dann im Penaltyduell gegen Emil die Nerven und somit vergaben wir die Chance den Abstand auf -2 zu verkürzen. Mit dem Pausenpfiff wurde uns dann noch ein letzter Freiwurf zugesprochen und Edwin hatte noch eine Idee, was man dann machen könnte: in der Mauer der Schweden fand er eine kleine Lücke auf und mit einem gezielten Wurf in den Winkel erzielte er das Tor des Tages und sorgte dafür, dass sich die Schweden vorerst nicht weiter absetzen konnten. Dies geschah dann leider zunehmend nach Pause und wir konnten zu wenig dagegensetzen. Begünstigt wurde das durch unsere nachlassende Konzentration in der Abwehr und viele technische Fehler im Aufbau, vor allem in aussichtsreichen Abschlusspositionen. Vier Minuten vor Schluss und beim Stand von 9:15 nahm Trainer Steffen dann nochmal eine Auszeit, um das Team auf die letzten Minuten einzustimmen. Dabei ging es nicht darum, den Bock doch nochmal umzustoßen, sondern eher darum, das Spiel seriös zu Ende zu bringen und jedem nochmal ein paar Minuten Einsatzzeit zu gönnen. Am Ende setzten sich die Schweden vor allem aufgrund der zweiten Halbzeit verdient mit 17:11 durch und grüßten somit von der Tabellenspitze. Für uns blieb Platz zwei. Insgesamt kann man mit dem Hauptrundenturnier dennoch zufrieden sein, da die Qualifizierung für die Finalrunde sicher erreicht wurde. Um dort dann das Final Four zu erreichen, müssen wir uns jedoch noch in einigen Bereichen steigern. Wichtig ist es vor allem, die Konzentration im gesamten Spielverlauf möglichst hochzuhalten und die technischen Fehler zu minimieren. Dennoch hatten wir über alle Spiele gesehen viele starke Momente, sowohl in der Offensive als auch in der Defensive. So oder so, wir freuen uns jetzt schon auf das Finale. Vielen Dank an alle Eltern und Angehörigen für die lautstarke Unterstützung in der Halle. Danke an Susi für die Bilder und Danny für die Fanausstattung. Danke auch an André, der den erkrankten Pascal auf der Bank vertrat. Und zu guter Letzt danke auch an die Dänen für die Organisation des Spieltages und für die Verpflegung. Weiter geht es nun also mit der Finalrunde am 14. Dezember in Bad Langensalza. Bis dahin wünschen wir allen eine schöne Vorweihnachtszeit.

Tor des Tages: Edwin mit direktem Freiwurftor vs. Schweden
Viel zu tun in der Abwehr: Emily und Edwin vs. Schweden
Kein Glück im Abschluss: Toni und Justus vs. Schweden
Turnierabschluss nochmal mit allen Nationen

(SK)